Astaxt Restauration: Teil 1 – Der Axtkopf

Hallo und liebe Grüße aus der Steiermark! Ich bin der Historische Handwerker und das ist der erste Blogbeitrag, passend zu meinem ersten Video oben! In ihm restauriere ich einen alten Axtkopf einer Astaxt.

Mein Werkzeug kaufe ich immer gebraucht auf Flohmärkten oder von Anzeigen im Internet. Man bekommt dort traditionelles Werkzeug zu geringen Preisen und dieses kann man, im Gegensatz zu modernen Werkzeugen, die immer voller Plastik sind, reparieren. Diesen Axtkopf habe ich aber nicht gekauft. Der ist schon seit vielen Jahren im Keller herumgelegen.

Dabei handelt es sich um eine Astaxt der Marke Biber. Die Firma, die sie herstellt heißt Zeughammerwerk Leonhard Müller & Söhne und ist ein mehr als 300 Jahre altes österreichisches Unternehmen. Sie verkaufen heute noch sehr ähnliche Äxte und die Tiroler Asthacke, die sie verkaufen, ist wohl die, die der hier am nächsten kommt.

Es ist kein Zufall, dass ich eine Axt-Restauration als erstes Projekt des Historischen Handwerkers genommen habe. Äxte sind uralte und primitive Werkzeuge, die es schon seit Tausenden von Jahren gibt. Angefangen von Steinäxten vor 10.000 Jahren, über die Kupferaxt von Ötzi, die Streitäxte der Germanen bis hin zu der unglaublichen Vielfalt an Äxten, die in den letzten 800 Jahren in Europa entstanden sind. Um von Amerika und anderen Ländern gar nicht erst anzufangen.

Wenn man beginnt sich mit Äxten zu beschäftigen, besonders wenn man auch mit die älteren Arten betrachtet, wird man fast erschlagen von der Fülle an Variationen. Zu dem Thema werde ich sicher noch viele Beiträge und Videos machen.

Im zweiten Teil dieser Restauration werde ich den Axtkopf bestielen und noch mehr über diese Art von Axt erzählen. Bis dann!

– Der Historische Handwerker

Ötzis Kupferbeil (Bild: Südtiroler Archäologiemuseum)

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