Astaxt Restauration: Teil 2 – Der Axtstiel

Hallo und liebe Grüße aus der Steiermark! Ich bin der Historische Handwerker und das ist endlich, nach einem Monat, der zweite Teil von der Astaxt-Restauration.

Wie ihr sehen könnt werde ich heute die Astaxt mit einem Stiel versehen. Den Stiel habe ich vom Baumarkt. Er ist aus Esche und den Keil werde ich einfach aus meinem Brennholz, also aus Buche, machen.

In meiner Recherche zu der Axt bin darauf gekommen, dass es sich wohl nicht um die Tiroler Asthacke handelt, wie ich im ersten Video gesagt habe, sondern eher um die Biber Hochleistungsaxt. Sie ist im Prinzip eine leicht abgeänderte Astaxt und soll, denke ich, für einen Hausbesitzer universell einsetzbar sein. Sie ist aber aufgrund des sehr schmalen Axtblattes zum Spalten sicher nicht geeignet. Zum Entasten ist sie sicher sehr gut geeignet und zum Fällen ist die lange Schneide im Weg. Ich werde sie in einem kommenden Video sogar als Bundaxt beim Behauen eines Baumstammes verwenden. Nicht weil sie so gut dafür geeignet ist, sondern weil ich sonst keine andere besitze.

Eschenholz ist das bevorzugte Holz für Axtstiele, weil es elastisch ist und Feuchtigkeit gut aufsaugt, was beim Arbeiten bewirkt, dass der Griff nicht rutschig wird. Buche oder Hainbuche wird weniger oft verwendet. In Amerika wird gerne das dort verbreitete Hickoryholz verwendet. Eschenholz wurde als Stielholz schon in Steinzeit verwendet und scheint auch in römischen und Wikingerfunden auf.

Im Buch ‘Das Werkzeug des Zimmermanns’ steht ‘Zur Konservierung wurden neue Stiele mit Leinöl eingerieben, sie lagen dann auch besonders angenehm und fest in der Hand.’. Das werde ich natürlich genauso machen.

Eine Astaxt wird, wie man sich denken kann, verwendet um vom frisch gefällten Baum die Äste abzuschlagen. Dazu hat sie ein schlankes Blatt zum schneiden der Holzfasern und eine lange Schneide zum sicheren Treffen. Der Stiel soll nicht zu lang sein um auch mit weniger Platz gut arbeiten zu können.

– Der Historische Handwerker

Das Werkzeug des Zimmermanns, Schadwinkel, Heine, Gerner, Seite 121

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